Wer will heute noch Schüler sein?

Es ist kein Geheimnis, dass die Anforderungen an die Schüler von heute immer größer werden. Sie haben kaum noch Freizeit, um sich von dem ganzen Schulstress zu erholen. Es zählt nur noch die erbrachte Leistung und der Erfolg. Es wird dadurch einer enormer Druck auf die Schulkinder aufbebaut.

Kein Wunder also, dass viele Kinder dem Ganzen nicht mehr gewachsen sind und an den enormen Belastungen zu zerbrechen drohen. Der Artikel in der Augsburger Allgemeine zeigt, dass dieser Zustand auch den Lehrern und Verantwortlichen nicht entgangen ist.

Da sich diese Probleme in der Zwischenzeit auf das ganze dreigliederige Schulsystem ausgeweitet haben, werden Maßnahmen unternommen, um den Ganzen entgegen zu wirken.

Ein Pilotprojekt zu starten halte ich für den richigen Ansatz, gerade um zu sehen, wie die Maßnahmen angenommen werden und wie man das Ganze im laufenden Schulbetrieb organisiert.

 Doch reicht das wirklich aus?

Wäre jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, um das Schulsystem mit all seinen Facetten neu zu bewerten. Müssten sich die Verantworlichen nicht an dieser Stelle fragen: Woran liegt es eigentlich, dass die Schüler dem Ganzen nicht mehr gewachsen sind?

Meiner Meinung nach, wird hier nur an den Symp­­tomen rumgedoktert, statt nach den Ursachen suchen.

Foto: issxxx

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(2) Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. In einer marktkonformen Gesellschaft wird jeder nur noch nach Leistung und Nutzen beurteilt, das macht leider auch vor dem Bildungssystem nicht halt. Es sind viel tieferliegende Ursachen, da können auch weitere Reformen in unserem Bildungssystem nichts ändern. Da muss erst ein Wechsel in den Köpfen der Eltern stattfinden. Erst wenn die Eltern nicht mehr wollen, dass ökonomischer Erfolg das alleinige Ziel von Erziehung und Bildung ist, dann wird sich etwas zum besseren wenden. Lernen, Wissen sowie Ausbildung von Fähigkeiten und Verstand müssten wieder um ihrer selbst geschätzt werden – nicht dafür, was sich später einmal damit verdienen lässt. Doch traut sich keiner einen Anfang zu machen, da keiner seinem Kind einen vermeintlich schlechteren Start ins Berufsleben geben möchte.
    LG
    Marcel

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