Veganes Leben

Seit wann ich jetzt ganz genau vegan lebe kann ich gar nicht mehr sagen. Aber der Entschluss dazu ist in mir während der Fastenzeit gereift. Dies liegt mit Sicherheit auch daran, dass ich letztes Jahr während der Fastenzeit vegan gelebt habe.

Für mich war diese Fastenzeit ein Experiment, um zu schauen, ob ich es mir vorstellen kann für längere Zeit vegan zu leben. Letztes Jahr stand für mich am Ende fest, dass das nicht die richtige Ernährungsform für mich ist. Mir ist es während der Zeit nicht wirklich gut gegangen und ich habe mich nicht richtig fit und gesund gefühlt. Außerdem haben mir mein geliebter Käse und das Frühstücksei gefehlt. Trotz alledem hat mich das Thema nie ganz losgelassen.

Jetzt – ein Jahr später – habe ich mich der veganen Ernährungsform auf einem anderen Weg angenähert. Ich habe erst einmal viel über die vegane Ernährung gelesen und mich eingehend informiert. Zum Vergleich: Letztes Jahr habe ich mit dem ersten Tag vegan gelebt, ohne irgendeine Vorbereitung.
Mit dem jetzt erworbenen Wissen bin ich dann in mich gegangen und habe mir überlegt, ob ich das wirklich machen will. Nach ein paar Tagen war für mich die Entscheidung klar: Ja ich will das, ich will vegan leben und zwar genau solange ich mich damit wohlfühle und es mir gut damit geht und es mir an nichts fehlt.

Die Umstellung fiel mir wider erwartend erstaunlich leicht. Seit dem ersten Tag fehlt es mir an nichts, nicht mal das geliebte Frühstücksei und das will bei mir was heißen. Dennoch hat sich seit dieser Zeit Einiges verändert. Wir kochen viel mehr als früher und probieren neue Sachen aus. Das ist eine spannende Zeit für mich, denn eine große Köchin war ich nie. Um so mehr freut es mich, wenn neue Gerichte gelingen und die bis dahin beinahe unbekannte Gemüsesorten richtig schmackhaft sind. So werden noch viele Kochexperimente in der Küche folgen und ich freue mich schon jetzt darauf.

Sich für ein veganes Leben zu entscheiden bedeutet aber auch, dass man sich mit den verschiedenen Reaktionen seiner Mitmenschen auseinander setzen muss und darf. Die Fragen, die mir am meisten gestellt wurden waren: Was isst Du dann jetzt? Und warum machst du das?
Ich finde diese Fragen berechtigt und erkläre gerne, was ich nun esse und warum ich das mache. Eine gewisse Skepsis und ehrliches Interesse lagen bei solchen Gespräche oft nah beieinander.

Ich kann Menschen verstehen, die mit dieser Ernährungsform nichts anfangen können. Ich bin niemand der Andere bekehren möchte. Denn jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er leben möchte und was er isst. Genau so würde ich mir das für die Zukunft wünschen, dass jeder Mensch den Anderen mit seiner Art zu leben so akzeptiert wie er ist und nicht auf Grund von irgendwelchen Vorurteilen bewertet oder abwertet. Leider passiert das immer noch viel zu oft, wenn in irgendeiner Form der Begriff „vegan“ ins Spiel kommt.

Ich zum Beispiel habe mich für ein veganes Leben entschieden, weil mir meine Gesundheit und das Wohl der Tiere am Herzen liegt. Mir geht es mit dieser Entscheidung gut und ich bin glücklich darüber, dass ich sie für mich persönlich getroffen habe.

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