Schloss Blumenthal

Der gestrige Sonntagsausflug führte mich zum Schloss Blumenthal  in der Nähe von Aichach. Ich war sehr gespannt darauf, was mich an diesem Ort erwarten würde und wie es dort aussieht. Schloss Blumenthal ist nämlich nicht nur eine Anlage mit vielen verschiedenen Gebäuden und Nutzflächen, wie es auf den ersten Blick den Anschein macht, sondern ist auch Teil eines Projekts. Das bedeutet, dass Blumenthal als Gemeinschaftsprojetkt geführt wird, bei dem Menschen gemeinsam auf diesem Anwesen leben und arbeiten. Die Grundidee dieses Projekts stützt sich dabei auf 4 Säulen, diese lauten: Sozial, Ökonomisch, Kulturell und Ökologisch. Das hört sich im ersten Moment sehr gut an und klingt auch sehr vielversprechend.

Gaststätte bearbeitet

Die Vorfreude war daher sehr groß, als ich mich auf den Weg mach Blumenthal machte. Nachdem ich in der Gaststätte ein ausgezeichnetes Mittagsessen genießen durfte, habe ich mir alles anschaut und auf mich wirken lassen. Die Anlage ist sehr schön und hat mir auch gut gefallen, aber irgend etwas hat mir doch gefehlt.

Haus bearbeitet

Ich kann nicht genau sagen was es war, ob es an der Atmosphäre, oder an der fehlenden Stimmung lag. Oder weil ich vergeblich versucht habe, irgendetwas von der dort lebenden Gemeinschaft zu erspüren.

Lamas bearbeitet

Meine Gedanken zu diesem Projekt:
Grundsätzlich finde ich das Projekt eine gut Idee, gerade im Hinblick auf die 4 Säulen mit deren Bedeutungen und angestrebten Zielen. Ich denke wenn man in so einer Gemeinschaft lebt, genießt man bestimmt gewisse Vorzüge des gemeinschaftlichen Lebens und Arbeitens. Man schafft sich dadurch eine eigene kleine Welt, in der alles gemeinsam geplant und organisiert wird und jeder darf sich mit einbringen und mitentscheiden. Eigentlich eine gute Sache.
Aber mir schießt da sofort das Wort Kommune durch den Kopf, was erst einmal nichts Schlechtes ist, aber doch in eine gewisse Richtung geht. Und wenn man bei beim Projekt Blumenthal die Grundidee anschaut, kann man diesen Gedanken auch nicht ganz bei Seite schieben. Ich persönlich kann mir einfach nur schwer vorstellen, dass ein solches Projekt auf lange Sicht betrachtet, immer harmonisch verläuft und für alle Beteiligten zu gleichen Teilen zufriedenstellend ist. So schön, charmant und reizvoll es von Weitem aussieht, wenn man dann da ist, bleibt von dem Charme, den es von Weitem versprüht hat, leider nicht mehr viel übrig.

Gebäude mit Uhr bearbeitet

Fazit für mich:
Grundsätzlich ein schönes Projekt, mich konnte es aber nicht ganz überzeugen, da der Funke einfach nicht so richtig überspringen wollte.

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(3) Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Kaddi,

    deine Gedanken und Gefühle dazu entsprechen den unsrigen, obwohl wir schon oft dort waren. Es wird einach kein normales Leben gezeigt. Man kommt sich wie in einem Freilichtmuseum vor.In Schloss Tempelhof ist das ganz anders. Das würde dir womöglich gefallen. Auch bei uns kam sofort das Gefühl rüber, wobei wir ja am Karsamstag bei schlechtestem Wetter, trüb und seit Wochen spätwinterlich, dort waren.
    Lg aus Schrobi

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  2. Bei dem geschriebenen Bericht, fiel mir sofort folgende Frage ein:

    Hat der Autor dieser Zeilen denn mit den Leute von der Gemeinschaft gesprochen?

    Ist er auf die Leute zugegangen und hat nachgefragt?

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    • Nein, ich habe nicht mit den Leuten von der Gemeinschaft gesprochen. Ich versuche mit diesem Beitrag meinen persönlichen Eindruck von dem Ganzen zu schilden.

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