Mein erster Halbmarathon

Gestern war es soweit und der 25. August, der Tag, auf den ich so lange hingearbeitet und gewartet habe, war endlich da. Um Punkt 10 Uhr stand ich beim strömenden Regen am Start. Ich war richtig aufgeregt und gespannt, was mich denn in den nächsten Stunden erwarten würde. Dann ertönte der Startschuß und das ganze Feld setze sich mit einem Ruck in Bewegung.

Ich war etwas überrascht davon, dass die meisten Läufer mit einem so hohen Tempo starteten. Dadurch hatte ich nach relativ kurze Zeit den Anschluss zum Hauptfeld verloren. Das war im ersten Moment ein komisches Gefühl, aber ich ließ mich davon noch nicht irriteren, sondern konzentriert mich darauf in meinen optimalen Laufrhythmus zu finden. Die ersten zwei Runden liefen richtig gut und der Dauerregen störte mich dabei überhaupt nicht.

Aber als ich mich auf den Weg in die dritte Runde machte, traf mich der mentale Tiefpunkte wie ein Hammerschlag. Ich bin sehr froh, dass mich in einer meiner letzten Blogbeiträge, zu diesem Thema, ein erfahrener Läufer darauf hingewiesen hatte. So konnte ich dagegen mit aller Macht ankämpfen und meinen inneren Schweinehunde besiegen.

Der mentale Tiefpunkt hatte überhaupt nichts mit meiner körperlichen Verfassung zu tun, sondern ich hatte einfach das Gefühl, dass ich die Strecke, die vor einem liegt, einfach nicht mehr schaffe würde. Ich konnte desen Tiefpunkt mit Hilfe eines Telefonanrufs mit meinem Partner überwinden, der mir die notwendige Kraft für die letzten paar Kilometer übers Telefon gegeben hat.

cache_2437999607

Der Lauf war eine überwätigendes Erlebnis für mich und auch noch einen Tag später kann ich es kaum glauben, was ich da geleistet habe. Ich hatte eine Laufzeit von 2 h 15 min angepeilt und bin dann den Halbmarathon in 1 h 58 min gelaufen. Als ich die Zeit gehört habe, konnte ich es kaum glauben. Was mich aber wirklich gewundert hatte war, dass ich nach dem Lauf normal reden konnte und nicht völlig platt zusammengebrochen bin. Ich bin wirklich froh, dass ich mich so intensiv auf diesen Lauf vorbereitet habe, sonst hätte ich die 21 Kilometer nicht in dieser super Zeit geschafft. Dazu kommt noch, dass mich ganz viele liebe Menschen bei meinem Vorhaben unterstützt haben.

Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei Vinz, David, Hilde und Lothar für ihre Unterstützung vor Ort: Ohne euch hätte ich das nicht geschafft.

Foto: Kissinger Halbmarathon
#

(8) Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Kaddi,

    wir haben überhaupt nicht gezweifelt, dass du das schaffen wirst. Wir sind sehr stolz auf dich!!!
    Vor allem aber freuen wir uns mit euch, dass du dich einer solchen Herausforderung gestellt hast und mit der richtigen Disziplin einen Riesenschritt in deinem Leben getan hast.

    Liebe Grüße
    die Schrobi-Eltern

    Antworten

  2. 1:58h ist wirklich eine tolle Zeit. Respekt!
    Und das Gefühl, die eigenen Grenzen erweitert zu haben, ist unbeschreiblich.
    Weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Laufen!

    Antworten

    • Vielen Dank.
      Ja das stimmt, da merkt man erst, was man so alles leisten kann.
      Den werde ich ganz bestimmt haben und vielen Dank nochmal.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.